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Landesmuseum Württemberg Münzkabinett Kunst- und Kulturgeschichtliche Sammlungen [MK 4550]

Einseitige Medaille von Walter Eberbach auf den Giftgaseinsatz im Weltkrieg, 1917

https://bildarchiv.landesmuseum-stuttgart.de/P/Bildarchiv/258951/258951.jpg (Landesmuseum Württemberg CC BY-SA)
Provenance/Rights: Landesmuseum Württemberg (CC BY-SA)

Description

Der flächenmäßigen Einsatz von Kampfstoffen wie Senf- oder Chlorgas, der erstmals von deutscher Seite im Jahr 1915 erprobt worden war, fand im Jahr 1917 seinen vorläufigen Höhepunkt. In der Rückschau war es vor allem der Gaskrieg, der die Schrecken des Ersten Weltkriegs und seiner industrialisierten Materialschlachten unter einem Begriff vereinte. Doch auch bei den Zeitgenossen machte diese neuartige Art der Kriegsführung ungeheuren Eindruck, was sich nicht zuletzt durch diese einseitige Medaille des in Heilbronn wirkenden Medailleurs Walther Eberbach beweisen lässt, die mit großer Wahrscheinlichkeit in der Berliner Gießerei Gladenbeck hergestellt worden ist. Sie fügt sich ein in eine Reihe zahlreicher Gussmedaillen, mit denen Eberbach unter Anlehnung an die traditionelle Totentanz-Motivik die Gräueltaten im Weltkrieg aufgreifen und satirisch anprangern wollte. Die Medaille zeigt auf der Vorderseite den Tod als Skelet mit einer geöffneten Gasflasche, wobei die im Hintergrund dargestellte wüste Landschaft an die Schlachtfelder der Westfront erinnert.
Die Erfassung der Medaillen auf den Ersten Weltkrieg wurde durch den Numismatischen Verbund in Baden-Württemberg (NV BW) ermöglicht.
[Nicolas Schmitt]

Inscription

Vorderseite: Schrift unten: GASANGRIFF; Jahreszahl und ligierte Signatur rechts auf der Abschnittslinie: 1917 EW (= Eberbach, Walther)

Material/Technique

Bronze, Guss

Measurements

Width
79,5 mm
Height
50,5 mm
Weight
62,68 g
Created ...
... Who:
... When
... Where
Created ...
... Who:
... When

Part of

Literature

Keywords

Created Created
1917
Created Created
1917
1916 1919

Object from: Landesmuseum Württemberg

Das Landesmuseum Württemberg ist eines der größten kulturhistorischen Museen in Deutschland. Auf Beschluss von König Wilhelm I. wurde es am 17. ...

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[Last update: 2019/04/10]

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