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Landesmuseum Württemberg Skulptur und Plastik Kunst- und Kulturgeschichtliche Sammlungen Prunkschlitten [E 3850]

Fragment eines Drachenschlittens

Fragment eines Drachenschlittens (Landesmuseum Württemberg, Stuttgart CC BY-SA)
Provenance/Rights: Landesmuseum Württemberg, Stuttgart / P. Frankenstein; H. Zwietasch (CC BY-SA)

Description

Das Fragment bildete ursprünglich die Front eines Schlittenkastens, wie die Ausarbeitung der Rückseite belegt. In Schulterhöhe des Drachens markiert ein sich an den Enden einrollendes Band den Rand des Kasteninneren. Das Ungeheuer ist domestiziert, denn es trägt einen mit kostbaren Steinen und Perlen besetzten, goldenen Halsring. Der von einer Dame am Halsband geführte Drache ist ein Topos der Fürstenikonographie, ein Bild für die Macht und Tugend, mit der sie selbst die gräßlichsten Ungeheuer und ungezügelten Leidenschaften zu bändigen vermag. Die Dame im Schlitten durfte sich als Bezwingerin des Bösen fühlen.
Über die Herkunft des Fragments lassen sich nur Vermutungen anstellen. Möglicherweise stammt es von jenem Schlitten, der im Inventar von 1794 als "Ein versilbert und vergoldeter Drachen, mit vergoldetem Halsband und Koeff" beschrieben ist. Das Fragment ist von hoher schnitzerischer Qualität, die erkennbar ist in der differenzierten und naturnahen Wiedergabe von Haut, Fell, Federn und Schmuck. Es einem bestimmten Bildhauer zuzuschreiben, ist angesichts der geringen erhaltenen Substanz schwierig. Immerhin läßt sich das Stück in etwa datieren: In seinem naturalistischen Stil entspricht es den Johann Konrad Binder zugeschriebene Schlitten der Sammlung (WLM 14373 e, h, d, i) und wird also auch um 1750 entstanden sein.
[Fritz Fischer]

Material/Technique

Lindenholz, gefasst

Measurements

H. 62 cm, B. 37 cm, L. 42 cm

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Object from: Landesmuseum Württemberg

Das Landesmuseum Württemberg ist eines der größten kulturhistorischen Museen in Deutschland. Auf Beschluss von König Wilhelm I. wurde es am 17. ...

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