museum-digitalbaden-württemberg

Schließen

Museen suchen

Schließen

Sammlungen suchen

Landesmuseum Württemberg Kunst- und Kulturgeschichtliche Sammlungen [1988-165, Gruppe 8i]

Kartenspiel: Bayerisches Hochzeitszug-Tarock

Bayerisches Hochzeitszug-Tarock (Deutsches Spielkartenmuseum, Leinfelden-Echterdingen CC BY-NC-SA)
Herkunft/Rechte: Deutsches Spielkartenmuseum, Leinfelden-Echterdingen (CC BY-NC-SA)

Beschreibung

Das Tarockspiel tauchte in der Mitte des 18. Jahrhunderts in Süddeutschland auf. Ursprünglich in italienischen Farben (Schwert, Stab, Münze und Kelch) gehalten, wurde es hier auch mit französischen Farben (Karo, Pik, Herz und Kreuz) dargestellt. Diese Form des Tarocks erfreute sich schnell großer Beliebtheit und verbreitete sich rasch.
Beim vorliegenden Hochzeitszug-Tarock entspricht die Darstellung zwar der üblichen Form, also 56 Blatt des französischen Vierfarbenspiels, plus 21 Trümpfe (Tarocke) und ein Narr, die gezeigten Figuren sind allerdings mit Münchner Lokalkolorit versehen, denn Göbl gibt auf ihnen eine sogenannte Bauernhochzeit wieder. Die von ihm gewählte Darstellung lehnt sich an einen Kupferstich an, der die Hochzeit von Prinzessin Maria Josepha von Bayern mit dem späteren Kaiser Josef II. im Jahr 1765 in München zeigt.
Eine Bauernhochzeit ist, anders als ihr Name vermuten lässt, eine höfische Veranstaltung, bei der sich die Mitglieder des Hofes als Bürgerliche oder Bauern verkleideten und so kostümiert durch die Stadt fuhren. Zu sehen waren unter anderem Braut und Bräutigam, ein Schulmeister, der Pastor, Knechte und Bauern.
Dank erhaltener Listen des Münchner Hofes lässt sich auch heute noch sagen, welche fürstlichen und adligen Personen bei der Bauernhochzeit jeweils welche Rolle spielten.
Das Kartenspiel wird im Deutschen Spielkartenmuseum aufbewahrt.

Material/Technik

Kupferstich auf Karton, teilweise handkoloriert

Maße ...

H. 11,1 cm, B. 5,9 cm

Hergestellt ...
... wer:
... wann
... wo

Literatur ...

Links/Dokumente ...

Schlagworte

[Stand der Information: 29.12.2018]

Hinweise zur Nutzung und zum Zitieren

Zitieren
Die Text-Informationen dieser Seite sind für die nicht-kommerzielle Nutzung bei Angabe der Quelle frei verfügbar (Creative Commons Lizenz 3.0, by-nc-sa) Als Quellenangabe nennen Sie bitte neben der Internet-Adresse unbedingt auch den Namen des Museums und den Namen der Textautorin bzw. des Textautors, soweit diese ausdrücklich angegeben sind. Die Rechte für die Abbildungen des Objektes werden unterhalb der großen Ansichten (die über ein Anklicken der kleineren Ansichten erreichbar werden) angezeigt. Sofern dort nichts anderes angegeben ist, gilt für die Nutzung das gerade Gesagte. Auch bei der Verwendung der Bild-Informationen sind unbedingt der Name des Museums und der Name des Fotografen bzw. der Fotografin zu nennen.
Jede Form der kommerziellen Nutzung von Text- oder Bildinformationen bedarf der Rücksprache mit dem Museum.