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Landesmuseum Württemberg Münzen und Medaillen geistlicher Territorialherrschaften im heutigen Württemberg

Münzen und Medaillen geistlicher Territorialherrschaften im heutigen Württemberg

Auf dem Gebiet des heutigen Südwestdeutschlands existierte neben den weltlichen Herrschaften eine Vielzahl an geistlichen Territorien, an deren Spitze Landesherren unterschiedlichen Ranges stehen konnten: Das Spektrum reichte dabei von Bischöfen (z.B. Konstanz) über Reichsprälaten (z.B. Ochsenhausen) bis hin zu den Hochmeistern eines Ritterordens (Deutscher Orden). Aber auch auf der Ebene der Klöster vollzogen sich im Laufe des Mittelalters Prozesse der Herrschaftsbildung. Neben den alten Reichsabteien – wie Weingarten oder Weißenau – gelang es insbesondere der Fürstpropstei Ellwangen, sich als Machtfaktor dauerhaft zu behaupten. Das Ende der meisten geistlichen Herrschaften bildete indes die Säkularisierung am Anfang des 19. Jahrhunderts, bei der zahlreiche Territorien aufgehoben und größeren Reichsständen angegliedert wurden. Nicht zuletzt das später zum Königreich erhobene Württemberg vermochte es dadurch, sein Gebiet nach Osten und Süden deutlich zu erweitern. [Nicolas Schmitt]

[ 27 Objects ]

Obgleich weit vom eigentlichen Sitz des Erzbischofs entfernt, kam der Ort Neckarsulm im Jahr 1335 in den Besitz des Erzstifts Mainz. Um etwa 1400 wurde dort eine kurzmainzische Münzstätte errichtet. Einen Wechsel des Territorialherrn brachte das Jahr 1484, als Neckarsulm an den Deutschen Orden fiel.
Im 19. Jahrhundert wurde eine größere Anzahl Mainzer Münzen aus dem Spätmittelalters in der Gemarkung von Gerabronn gefunden; darunter auch diese Münze. Obwohl die Lesbarkeit durch den schlechten Erhaltungszustand stark eingeschränkt ist, lässt sich auf der Vorderseite ein mitrierter Bischofskopf mit Locken innerhalb einer Kreislinie erkennen. Die lesbare Teil der Umschrift gibt MONETA wieder . Auf der Rückseite findet sich das Textfragment SVLM, das die Münzstätte in Neckarsulm als Entstehungsort dieser Prägung identifiziert.
Die Erfassung dieser Münze wurde durch den Numismatischen Verbund in Baden-Württemberg gefördert.
[Nicolas Schmitt]

Mainzer Pfenning aus dem 14. Jahrhundert

Die Säkularisierung des Deutschen Ordens, die durch den Übertritt Albrechts von Brandenburg-Ansbach zum Protestantismus im Jahr 1525 ausgelöst wurde, stellte den Endpunkt der jahrhundertealten Ordensgeschichte in Ostpreußens dar. Die verbliebenen Ordensmitglieder zogen sich in der Folgezeit ins Heilige Römische Reich zurück und verlegten ihren Dienstsitz ins fränkische Mergentheim.
Einige Jahre später entstand eine Medaille, die Vorlage für diesen erhaltenen einseitigen Bleibabguss stand: Zu sehen ist hier eine nach rechts gerichtete Profilbüste des Hochmeisters Wolfgang Schutzbar genannt Milchling mit Barett und gefältetem Hemd. Sein Name findet sich in der Umschrift. Die schlecht lesbare Inschrift am Arm des Dargestellten (MDXXXX…) lässt auf einen Entstehungszeitpunkt der Vorlage nach 1540 schließen. Der Nürnberger Medailleur Matthes Gebel wird als Urheber der Prägung vermutet.
Die Erfassung dieser Medaille wurde durch den Numismatischen Verbund in Baden-Württemberg gefördert.
[Nicolas Schmitt]

Bleiabguss einer Medaille des Hochmeisters Wolfgang Schutzbar genannt ...

Im Jahr 1388 aus dem Klosterverband von St. Blasien ausgeschieden, erlangte der Benediktinerkonvent Ochsenhausen im Laufe des 15. Jahrhunderts die Reichsunmittelbarkeit. Der Abt führte seither den Titel eines Reichsprälaten.
Diese Medaille aus dem frühen 18. Jahrhundert datiert auf die Amtszeit von Abt Benedikt Denzel (1725–1767): Auf der Vorderseite ist in einem runden, verzierten Schild ein gespaltenes Wappen mit Krummstab, Schwert und Mitra abgebildet: heraldisch rechts das Wappen der Familie Denzel (ein Rosentrauch mit drei Rosen); heraldisch links das Wappen der Reichsabtei Ochsenhausen (ein doppeltürmiges Gebäude, aus dem eine Ochse tritt). Die Umschrift gibt die Titulatur des Abtes als S(acri) R(omani) I(mperii) PRÆL(atus) DIR(ector) M(onasteriorum) F(oederatorum) wieder. Der Revers zeigt den reitenden Hl. Georg in Rüstung, der den Drachen mit seiner Lanze tötet. Die Umschrift gibt ihn als Patron des Klosters zu erkennen.
Die Erfassung dieser Medaille wurde durch den Numismatischen Verbund in Baden-Württemberg gefördert.
[Nicolas Schmitt]

Silbermedaille des Abtes von Ochsenhausen Benedikt Denzel; Mitte des ...

Im Jahr 1388 aus dem Klosterverband von St. Blasien ausgeschieden, erlangte der Benediktinerkonvent Ochsenhausen im Laufe des 15. Jahrhunderts die Reichsunmittelbarkeit. Der Abt führte seither den Titel eines Reichsprälaten.
Diese Medaille aus dem frühen 18. Jahrhundert datiert auf die Amtszeit von Abt Benedikt Denzel (1725–1767): Auf der Vorderseite ist in einem Rokokoschild ein gespaltenes Wappen mit Krummstab, Schwert und Mitra abgebildet: heraldisch rechts das Wappen der Familie Denzel (ein Rosentrauch mit drei Rosen); heraldisch links das Wappen der Reichsabtei Ochsenhausen (ein doppeltürmiges Gebäude, aus dem eine Ochse tritt). Die Umschrift gibt die Titulatur des Abtes als S(acri) R(omani) I(mperii) PRÆL(atus) DIR(ector) M(onasteriorum) F(oederatorum) wieder. Der Revers zeigt den reitenden Hl. Georg in Rüstung, der den Drachen mit seiner Lanze tötet. Die Umschrift gibt ihn als Patron des Klosters zu erkennen.
Die Erfassung dieser Medaille wurde durch den Numismatischen Verbund in Baden-Württemberg gefördert.
[Nicolas Schmitt]

Silbermedaille auf den Abt von Ochsenhausen Benedikt Denzel, Mitte ...

Die Säkularisierung des Deutschen Ordens, die durch den Übertritt Albrechts von Brandenburg-Ansbach zum Protestantismus ausgelöst wurde, stellte den Endpunkt der jahrhundertealten Ordensgeschichte in Ostpreußens dar. Die verbliebenen Ordensmitglieder zogen sich in der Folgezeit ins Heilige Römische Reich zurück und verlegten ihren Dienstsitz ins fränkische Mergentheim. In Konkurrenz zu den preußischen Herzögen ließ sich ihr neuer Ordensvorsteher, Deutschmeister Walther von Cronberg, im Jahr 1527 von Kaiser Karl V. das Recht verbriefen, sich Administrator des Hochmeisteramts in Preußen nennen zu dürfen – ein klare Botschaft in Richtung der preußischen Herzöge
Aus dem Jahr 1535 ist dieser Achteltaler erhalten, der von den Ansprüchen Zeugnis gibt, die der Orden weiterhin auf preußisches Gebiet erhob: Die Umschrift auf der Vorderseite der Münze weist Walther von Cronberg als ADMI(nistrator) IN PREVS(sen) ORDI(nis) TEVTO(nici) aus. Dazu treten der dreiteilige Wappenschild des Münzherren sowie auf der Rückseite die Herrschertitulatur Kaiser Karls V. mit dem kaiserlichen Doppeladler.
Die Erfassung dieser Münze wurde durch den Numismatischen Verbund in Baden-Württemberg gefördert.
[Nicolas Schmitt]

Achteltaler des Deutschen Ordens, 1535

Im Jahr 1388 aus dem Klosterverband von St. Blasien ausgeschieden, erlangte der Benediktinerkonvent Ochsenhausen im Laufe des 15. Jahrhunderts die Reichsunmittelbarkeit. Der Abt führte seither den Titel eines Reichsprälaten.
Diese Medaille aus dem frühen 18. Jahrhundert datiert die Amtszeit von Abt Benedikt Denzel: Auf der Vorderseite ist in einem runden, verzierten Schild ein gespaltenes Wappen mit Krummstab, Schwert und Mitra abgebildet: heraldisch rechts das Wappen der Familie Denzel (ein Rosenstrauch mit drei Rosen); heraldisch links das Wappen der Reichsabtei Ochsenhausen (ein doppeltürmiges Gebäude, aus dem eine Ochse tritt). Die Umschrift gibt die Titulatur des Abtes als S(acri) R(omani) I(mperii) PRÆL(atus) DIR(ector) M(onasteriorum) F(oederatorum) wieder. Der Revers zeigt den reitenden Hl. Georg in Rüstung, der den Drachen mit seiner Lanze tötet. Die Umschrift gibt ihn als Patron des Klosters zu erkennen.
Die Erfassung dieser Medaille wurde durch den Numismatischen Verbund in Baden-Württemberg gefördert.
[Nicolas Schmitt]

Medaille auf den Abt von Ochsenhausen Benedikt Denzel, Mitte des 18. ...

Im Jahr 1975 konnten die langwierigen Restaurierungsarbeiten an der barocken Klosterkirche St. Ulrich und Afra der Benediktinerabtei Neresheim, Mitgliedskonvent der Beuroner Kongregation, zum Abschluss gebracht werden.
Diese Medaille, die aus diesem Festakt hervorging, zeigt auf dem Avers eine Vorderansicht der Abteikirche und nennt ihre Bauzeit von 1747 bis 1792. Das Bild der Rückseite gibt in der Umschrift die Titulatur des Abts Benedikt Maria Angehrn wieder, in dessen Amtszeit die Kirche geweiht werden konnte. Daneben führte er Neresheim ab 1764 auch in die Reichsunmittelbarkeit. Seitdem lautete der Titel des Abtes Reichsprälat. Auf dem Revers finden sich drei Wappen in einer verzierten Barockfassung mit Bischofskopf: links das Wappen der Grafen von Dillingen, aus dessen Familie der Patron des Kloster, der Hl. Ulrich, stammte; unten das Familienwappen der Angehrn; rechts ein Fantasiewappen, das über Verbindung der Hoheitszeichen der Königreiche Jerusalem und Zypern die Herkunft der Hl. Afra abbilden soll.
Die Erfassung dieser Medaille wurde durch den Numismatischen Verbund in Baden-Württemberg gefördert.
[Nicolas Schmitt]

Medaille anlässlich der Renovierung der Abteikirche Neresheim, 1975

Die Umwandlung der reichsunmittelbaren Benediktinerabtei Ellwangen in ein Chorherrenstift im 14. Jahrhundert läutete ein neues Kapitel in der Geschichte der Stadt ein. Das Wappen der Abtei, eine Mitra, wurde dabei von den Fürstpröpsten auf ihren Münzprägungen übernommen, die Anfang des 17. Jahrhunderts einsetzen. Die Stadt Augsburg diente hierbei lange als zuständige Kreismünzstätte, häufig symbolisiert durch die Darstellung des Stadtpyrs.
Die älteste bekannte Ellwanger Münze wurde unter Propst Johann Jakob Blarer von Wartensee geprägt: Der Kupferpfennig zeigt auf der Vorderseite das Prägejahr (1621) sowie die Mitra als Wappen der Fürstpropstei. Die Rückseite gibt das Nominal wieder (1 PFENNING).
Die Erfassung dieser Münze wurde durch den Numismatischen Verbund in Baden-Württemberg gefördert.
[Nicolas Schmitt]

Kupferpfenning der Fürstpropstei Ellwangen, 1621

Hervorgegangen aus einer Stiftung des 12. Jahrhunderts entwickelte sich die Zisterzienserabtei Schöntal im Laufe des Mittelalters zu einem bedeutenden geistlichen Residenzort. Der Konvent galt ab dem 15. Jahrhundert zwar als reichsunmittelbar, verfügte aber nicht über die Reichsstandschaft. Ab dem Jahr 1495 war es dem Erzstift Mainz unterstellt. Überregional bekannt ist es vornehmlich als Grablege Götz von Berlichingens und für seine palastartige Barockanlage.
Unter Abt Sigismund Fichtlin wurde diese Medaille geprägt, die auf das Jahr 1629 datiert – und somit kurz vor der zeitweiligen Aufhebung des Konvents von (1632–34) in den Wirren des Dreißigjährigen Kriegs. Die Medaillenvorderseite zeigt ein leicht nach rechts gerichtetes Brustbild des Auftraggebers und nennt dessen Titulatur in der Umschrift. Auf dem Revers findet sich Familienwappen des Abtes mit dem Abteiwappen (Hand mit Krumstab) im Herzschild.
Die Erfassung dieser Medaille wurde durch den Numismatischen Verbund in Baden-Württemberg gefördert.
[Nicolas Schmitt]

Medaille auf den Abt von Schöntal Sigismund Fichtlin, 1629

Die Säkularisierung des Deutschen Ordens, die durch den Übertritt Albrechts von Brandenburg-Ansbach zum Protestantismus ausgelöst wurde, stellte den Endpunkt der jahrhundertealten Ordensgeschichte in Ostpreußens dar. Die verbliebenen Ordensmitglieder zogen sich in der Folgezeit ins Heilige Römische Reich zurück und verlegten ihren Dienstsitz ins fränkische Mergentheim. In Konkurrenz zu den preußischen Herzögen ließ sich ihr neuer Ordensvorsteher, Deutschmeister Walther von Cronberg, im Jahr 1527 von Kaiser Karl V. das Recht verbriefen, sich Administrator des Hochmeisteramts in Preußen nennen zu dürfen – ein klare Botschaft in Richtung der preußischen Herzöge. Dieser einseitige Pfennig zeigt neben der Datierung (1535) zwei Wappen im Kerbreif: Heraldisch rechts prangt das Hochmeisterkreuz, heraldisch links das Wappen der Familie von Cronberg.
Die Erfassung dieser Münze wurde durch den Numismatischen Verbund in Baden-Württemberg gefördert.
[Nicolas Schmitt]

Einseitiger Pfennig des Deutschen Ordens, 1535

Die Umwandlung der reichsunmittelbaren Benediktinerabtei Ellwangen in ein Chorherrenstift im 14. Jahrhundert läutete ein neues Kapitel in der Geschichte der Stadt ein. Das Wappen der Abtei, eine Mitra, wurde dabei von den Fürstpröpsten auf ihren Münzprägungen übernommen, die Anfang des 17. Jahrhunderts einsetzen.
Auf der Vorderseite dieser Medaille aus dem Jahr 1685 findet sich neben dem rechtsgerichteten Brustbild des Fürstpropst Johann Christoph Adelmann von Adelmannsfelden seine Herrschertitulatur in der Umschrift. Über eine kleine Inschrift unterhalb des Brustbilds gibt sich der Augsburger Philipp Heinrich Müller als Medailleur zu erkennen. Auf der Rückseite finden sich der reich verzierte Wappenschild sowie der Wahlspruch des Fürstpropstes PIE AC FORTITER („Fromm und tapfer“)
Die Erfassung dieser Medaille wurde durch den Numismatischen Verbund in Baden-Württemberg gefördert.
[Nicolas Schmitt]

Silbermedaille auf Fürstpropst Johann Christoph Adelmann von ...

Die Säkularisierung des Deutschen Ordens, die durch den Übertritt Albrechts von Brandenburg-Ansbach zum Protestantismus ausgelöst wurde, stellte den Endpunkt der jahrhundertealten Ordensgeschichte in Ostpreußens dar. Die verbliebenen Ordensmitglieder zogen sich in der Folgezeit ins Heilige Römische Reich zurück und verlegten ihren Dienstsitz ins fränkische Mergentheim. In Konkurrenz zu den preußischen Herzögen ließ sich ihr neuer Ordensvorsteher, Deutschmeister Walther von Cronberg, im Jahr 1527 von Kaiser Karl V. das Recht verbriefen, sich Administrator des Hochmeisteramts in Preußen nennen zu dürfen – ein klare Botschaft in Richtung der preußischen Herzöge
Aus dem Jahr 1531 ist dieser Achteltaler erhalten, der von den Ansprüchen Zeugnis gibt, die der Orden weiterhin auf preußisches Gebiet erhob: Die Umschrift auf der Vorderseite der Münze weist Walther von Cronberg als ADMI(nistrator) I(n) PREVS(sen) ORDI(nis) TEVTO(nici) aus. Dazu treten der Wappenschild des Münzherren sowie auf der Rückseite die Herrschertitulatur Kaiser Karls V. mit dem kaiserlichen Doppeladler.
Die Erfassung dieser Münze wurde durch den Numismatischen Verbund in Baden-Württemberg gefördert.
[Nicolas Schmitt]

Achteltaler des Deutschen Ordens, 1531

Die Umwandlung der reichsunmittelbaren Benediktinerabtei Ellwangen in ein Chorherrenstift im 14. Jahrhundert läutete ein neues Kapitel in der Geschichte der Stadt ein. Das Wappen der Abtei, eine Mitra, wurde dabei von den Fürstpröpsten auf ihren Münzprägungen übernommen, die Anfang des 17. Jahrhunderts einsetzen.
Das rechtsgerichtete Brustbild des Fürstpropstes Anton Ignaz Graf von Fugger-Glött dominiert den Avers dieses Halbtalers aus dem Jahr 1765, umgeben von seiner Herrschertitulatur in der Umschrift. Auf der Rückseite findet sich ein Wappenschild, der die zahlreichen Besitztümer des Münzherren anzeigt. Die Umschrift verweist auf eine Regelung des Feingehalts der Prägung durch eine entsprechende Münzkonvention – eine Entwicklung, die sich im Alten Reich ab der Mitte des 18. Jahrhundert beobachten lässt. Über ihre Initialen auf beiden Seite geben sich zwei Koblenzer zu erkennen, die an der Prägung der als Vorlage dienenden Münze beteiligt waren: Stempelschneider E(lias) G(ervais) sowie Münzmeister G(otthard) M(artinengo).
Die Erfassung dieser Münze wurde durch den Numismatischen Verbund in Baden-Württemberg gefördert.
[Nicolas Schmitt]

Konventionsgulden der Fürstpropstei Ellwangen, 1765

Die Umwandlung der reichsunmittelbaren Benediktinerabtei Ellwangen in ein Chorherrenstift im 14. Jahrhundert läutete ein neues Kapitel in der Geschichte der Stadt ein. Das Wappen der Abtei, eine Mitra, wurde dabei von den Fürstpröpsten auf ihren Münzprägungen übernommen, die Anfang des 17. Jahrhunderts einsetzen.
Das rechtsgerichtete Brustbild des Fürstpropstes Anton Ignaz Graf von Fugger-Glött dominiert den Avers dieses Halbtalers aus dem Jahr 1765, umgeben von seiner Herrschertitulatur in der Umschrift. Auf der Rückseite findet sich ein Wappenschild, der die zahlreichen Besitztümer des Münzherren anzeigt. Die Umschrift verweist auf eine Regelung des Feingehalts der Prägung durch eine entsprechende Münzkonvention – eine Entwicklung, die sich im Alten Reich ab der Mitte des 18. Jahrhundert beobachten lässt. Die Initialen auf beiden Seiten verweisen auf zwei Koblenzer, die an der Prägung der als Vorlage dienenden Münze beteiligt waren: Stempelschneider E(lias) G(ervais) sowie Münzmeister G(otthard) M(artinengo).
Die Erfassung dieser Münze wurde durch den Numismatischen Verbund in Baden-Württemberg gefördert.
[Nicolas Schmitt]

Halbtaler der Fürstpropstei Ellwangen, 1765

Die Umwandlung der reichsunmittelbaren Benediktinerabtei Ellwangen in ein Chorherrenstift im 14. Jahrhundert läutete ein neues Kapitel in der Geschichte der Stadt ein. Das Wappen der Abtei, eine Mitra, wurde dabei von den Fürstpröpsten auf ihren Münzprägungen übernommen, die Anfang des 17. Jahrhunderts einsetzen.
Das rechtsgerichtete Brustbild des Fürstpropstes Anton Ignaz Graf von Fugger-Glött dominiert den Avers dieses Halbtalers aus dem Jahr 1765, umgeben von seiner Herrschertitulatur in der Umschrift. Auf der Rückseite findet sich ein Wappenschild, der die zahlreichen Besitztümer des Münzherren anzeigt. Die Umschrift verweist auf eine Regelung des Feingehalts der Prägung durch eine entsprechende Münzkonvention – eine Entwicklung, die sich im Alten Reich ab der Mitte des 18. Jahrhundert beobachten lässt. Die Initialen auf beiden Seiten verweisen auf zwei Koblenzer, die an der Prägung der als Vorlage dienenden Münze beteiligt waren: Stempelschneider E(lias) G(ervais) sowie Münzmeister G(otthard) M(artinengo).
Die Erfassung dieser Münze wurde durch den Numismatischen Verbund in Baden-Württemberg gefördert.
[Nicolas Schmitt]

Taler der Fürstpropstei Ellwangen, 1624

Die Umwandlung der reichsunmittelbaren Benediktinerabtei Ellwangen in ein Chorherrenstift im 14. Jahrhundert läutete ein neues Kapitel in der Geschichte der Stadt ein. Das Wappen der Abtei, eine Mitra, wurde dabei von den Fürstpröpsten auf ihren Münzprägungen übernommen, die Anfang des 17. Jahrhunderts einsetzen.
Ab der Mitte des 18. Jahrhunderts verbreitete sich der Konventionstaler im Alten Reich, dessen Feingehalt durch entsprechende Münzkonventionen strikt geregelt wurde. Dieser Bleibabguss eines solchen Talers von 1765 zeigt auf dem Avers Fürstpropst Anton Ignaz Graf von Fugger-Glött im rechtsgerichteten Brustbild, während ein Wappenschild mit seinen zahlreichen Besitztümern die Rückseite dominiert. Die Initialen auf beiden Seiten verweisen auf zwei Koblenzer, die an der Prägung der als Vorlage dienenden Münze beteiligt waren: Stempelschneider E(lias) G(ervais) sowie Münzmeister G(otthard) M(artinengo).
Die Erfassung dieser Münze wurde durch den Numismatischen Verbund in Baden-Württemberg gefördert.
[Nicolas Schmitt]

Bleiabschlag eines Konventionstalers der Fürstpropstei Ellwangen von ...

Die Umwandlung der reichsunmittelbaren Benediktinerabtei Ellwangen in ein Chorherrenstift im 14. Jahrhundert läutete ein neues Kapitel in der Geschichte der Stadt ein. Das Wappen der Abtei, eine Mitra, wurde dabei von den Fürstpröpsten auf ihren Münzprägungen übernommen, die Anfang des 17. Jahrhunderts einsetzen. Die Stadt Augsburg diente hierbei lange als zuständige Kreismünzstätte, häufig symbolisiert durch die Darstellung des Stadtpyrs..
Unter Fürstpropst Heinrich Christoph von Wolfframsdorf entstand dieser Taler, dessen Vorderseite ein nach rechts gerichtetes Brustbild des Münzherrn, umgeben von dessen Herrschertitulatur in der Umschrift, zeigt. Die Initialen am rechten Arm des Dargestellten verweisen auf den Augsburger Stempelschneider C(hristoph) I(akob) L(eherr), der wegen Falschmünzerei im Jahr 1707 hingerichtet wurde. Auf der Rückseite finden sich der reich verzierte, geviertes Wappenschild mit Mitra der Propstei und Familienwappen sowie der Wahlspruch des Münzherren DEXTERA DOMINI FECIT VIRTUTEM („Die rechte Hand Gottes gab Kraft“), ein Vers aus dem Psalter (Ps 117,16).

Taler der Fürstpropstei Ellwangen, 1689

Die Umwandlung der reichsunmittelbaren Benediktinerabtei Ellwangen in ein Chorherrenstift im 14. Jahrhundert läutete ein neues Kapitel in der Geschichte der Stadt ein. Das Wappen der Abtei, eine Mitra, wurde dabei von den Fürstpröpsten auf ihren Münzprägungen übernommen, die Anfang des 17. Jahrhunderts einsetzen. Die Stadt Augsburg diente hierbei lange als zuständige Kreismünzstätte, häufig symbolisiert durch die Darstellung des Stadtpyrs.
Aus dem Jahr 1626 stammt diese 2-Kreuzer-Münze, die auf ihrer Vorderseite die Herrschertitulatur des Fürstpropstes Johann Jakob Blarer von Wartensee in der Umschrift nennt. Weiterhin zeigt sie sowohl dessen Familienwappen als auch die Mitra der Propstei. Auf der Rückseite finden sich die Herrschertitulatur Kaiser Ferdinands II. sowie der Doppeladler, der mit einem Reichsapfel belegt wurde, in dem das Nominal erscheint.
Die Erfassung dieser Münze wurde durch den Numismatischen Verbund in Baden-Württemberg gefördert.
[Nicolas Schmitt]

2-Kreuzer-Stück der Fürstpropstei Ellwangen, 1626

Wenngleich sich die Prämonstratenserabtei Weißenau schon im 15. Jahrhundert die Reichsstandschaft sichern konnte, blockierte das Erzherzogtum Österreich als Inhaber der Reichslandvogtei Schwaben lange die Übertragung ausgedehnter Gerichts- und Steuerrechte. Erst im Jahr 1760 konnte sich der Konvent die Hochgerichtsbarkeit verbriefen lassen.
Aus den Feierlichkeiten des Jahres 1763, die anlässlich des 50-jährigen Professjubiläums des damaligen Abts Anton I. Unold begangen wurden, ging diese Medaillenprägung hervor. Sie zeigt auf dem Avers ein nach rechts gerichtetes Brustbild des Würdenträgers und nennt seine Titulatur in der Umschrift. Auf der Rückseite findet sich das Familienwappen des Abts in einem mit Inful, Stab und Schwert verzierten Schild – das Herrschaftssymbol Schwert verweist hierbei auf die kurz zuvor übertragenen Hochgerichtsrechte. Der Buchstabe H auf beiden Medaillenseiten ist die Initiale von Johann Haag, der von 1740 bis 1763 als Stempelschneider in Tettnang und Langenargen wirkte.
Die Erfassung dieser Medaille wurde durch den Numismatischen Verbund in Baden-Württemberg gefördert.
[Nicolas Schmitt]

Medaille auf das goldene Professjubiläum des Abts von Weißenau ...

Die Säkularisierung des Deutschen Ordens, die durch den Übertritt Albrechts von Brandenburg-Ansbach zum Protestantismus im Jahr 1525 ausgelöst wurde, stellte den Endpunkt der jahrhundertealten Ordensgeschichte in Ostpreußens dar. Die verbliebenen Ordensmitglieder zogen sich in der Folgezeit ins Heilige Römische Reich zurück und verlegten ihren Dienstsitz ins fränkische Mergentheim. Conrad Knipping war der letzte Komturamtsverwalter am dortigen Meistersitz (1572– 1585) und danach Komtur in Heilbronn. Er geriet in Konflikt mit den Habsburgern, nachdem diese das Amt des Hochmeisters an sich zogen, und wurde Anfang der 1590er-Jahre mit der Reichsacht belegt.
Dieser schlecht erhaltene Bleibaguss einer Medaille auf Conrad Knipping zeigt die Reste eines nach vorne gerichteten bärtigen Brustbilds. Sie entstand mutmaßlich in der Zeitspanne, bevor der Dargestellte bei den Habsburgern in Ungnade fiel.
Die Erfassung dieser Medaille wurde durch den Numismatischen Verbund in Baden-Württemberg gefördert.
[Nicolas Schmitt]

Bleiabguss einer Medaille auf den Komtur des Deutschen Ordens Conrad ...

Die Umwandlung der reichsunmittelbaren Benediktinerabtei Ellwangen in ein Chorherrenstift im 14. Jahrhundert läutete ein neues Kapitel in der Geschichte der Stadt ein. Das Wappen der Abtei, eine Mitra, wurde dabei von den Fürstpröpsten auf ihren Münzprägungen, die Anfang des 17. Jahrhunderts einsetzen, übernommen. Die Stadt Augsburg diente hierbei lange als zuständige Kreismünzstätte, häufig symbolisiert durch die Darstellung des Stadtpyrs.
In zahlreichen Ausführungen sind 2-Kreuzer-Münzen aus dem Jahr 1625 erhalten geblieben, die sich in ihrer grundlegenden Ausgestaltung kaum voneinander unterscheiden: Die Vorderseite nennt die Herrschertitulatur des Fürstpropstes Johann Jakob Blarer von Wartensee in der Umschrift und zeigt sowohl dessen Familienwappen als auch die Mitra der Propstei. Auf der Rückseite finden sich Herrschertitulatur Ferdinands II. sowie der Doppeladler, der mit einem Reichsapfel belegt wurde, in dem das Nominal (2 Kreuzer) erscheint.
Die Erfassung dieser Münze wurde durch den Numismatischen Verbund in Baden-Württemberg gefördert.
[Nicolas Schmitt]

2-Kreuzer-Stück der Fürstpropstei Ellwangen, 1625

Die Umwandlung der reichsunmittelbaren Benediktinerabtei Ellwangen in ein Chorherrenstift im 14. Jahrhundert läutete ein neues Kapitel in der Geschichte der Stadt ein. Das Wappen der Abtei, eine Mitra, wurde dabei von den Fürstpröpsten auf ihren Münzprägungen, die Anfang des 17. Jahrhunderts einsetzen, übernommen. Die Stadt Augsburg diente hierbei lange als zuständige Kreismünzstätte, häufig symbolisiert durch die Darstellung des Stadtpyrs.
In zahlreichen Ausführungen sind 2-Kreuzer-Münzen aus dem Jahr 1625 erhalten geblieben, die sich in ihrer grundlegenden Ausgestaltung kaum voneinander unterscheiden: Die Vorderseite nennt die Herrschertitulatur des Fürstpropstes Johann Jakob Blarer von Wartensee in der Umschrift und zeigt sowohl dessen Familienwappen als auch die Mitra der Propstei. Auf der Rückseite finden sich Herrschertitulatur Ferdinands II. sowie der Doppeladler, der mit einem Reichsapfel belegt wurde, in dem das Nominal (2 Kreuzer) erscheint.
Die Erfassung dieser Münze wurde durch den Numismatischen Verbund in Baden-Württemberg gefördert.
[Nicolas Schmitt]

2-Kreuzer-Stück der Fürstpropstei Ellwangen, 1625

Die Umwandlung der reichsunmittelbaren Benediktinerabtei Ellwangen in ein Chorherrenstift im 14. Jahrhundert läutete ein neues Kapitel in der Geschichte der Stadt ein. Das Wappen der Abtei, eine Mitra, wurde dabei von den Fürstpröpsten auf ihren Münzprägungen, die Anfang des 17. Jahrhunderts einsetzen, übernommen. Die Stadt Augsburg diente hierbei lange als zuständige Kreismünzstätte, häufig symbolisiert durch die Darstellung des Stadtpyrs.
In zahlreichen Ausführungen sind 2-Kreuzer-Münzen aus dem Jahr 1625 erhalten geblieben, die sich in ihrer grundlegenden Ausgestaltung kaum voneinander unterscheiden: Die Vorderseite nennt die Herrschertitulatur des Fürstpropstes Johann Jakob Blarer von Wartensee in der Umschrift und zeigt sowohl dessen Familienwappen als auch die Mitra der Propstei. Auf der Rückseite finden sich Herrschertitulatur Ferdinands II. sowie der Doppeladler, der mit einem Reichsapfel belegt wurde, in dem das Nominal (2 Kreuzer) erscheint.
Die Erfassung dieser Münze wurde durch den Numismatischen Verbund in Baden-Württemberg gefördert.
[Nicolas Schmitt]

2-Kreuzer-Stück der Fürstpropstei Ellwangen, 1625

Die Umwandlung der reichsunmittelbaren Benediktinerabtei Ellwangen in ein Chorherrenstift im 14. Jahrhundert läutete ein neues Kapitel in der Geschichte der Stadt ein. Das Wappen der Abtei, eine Mitra, wurde dabei von den Fürstpröpsten auf ihren Münzprägungen übernommen, die Anfang des 17. Jahrhunderts einsetzen. Die Stadt Augsburg diente hierbei lange als zuständige Kreismünzstätte, häufig symbolisiert durch die Darstellung des Stadtpyrs.
In zahlreichen Ausführungen sind 2-Kreuzer-Münzen aus dem Jahr 1624 erhalten geblieben, die sich in ihrer grundlegenden Ausgestaltung kaum voneinander unterscheiden: Die Vorderseite nennt in der Umschrift die Herrschertitulatur des Fürstpropstes Johann Jakob Blarer von Wartensee und zeigt sowohl dessen Familienwappen als auch die Mitra der Propstei. Auf der Rückseite finden sich Herrschertitulatur Kaiser Ferdinands II. sowie der Doppeladler, der mit einem Reichsapfel belegt wurde, in dem das Nominal (2 Kreuzer) erscheint.
Die Erfassung dieser Münze wurde durch den Numismatischen Verbund in Baden-Württemberg gefördert.
[Nicolas Schmitt]

2-Kreuzer-Stück der Fürstpropstei Ellwangen, 1624