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Landesmuseum Württemberg Medaillen auf die Reformation

Medaillen auf die Reformation

Et quamvis variae eaeque expeditae rationes suppetant spargendi & disseminandi aliquid, quod quis sparsum disseminatumque cupit; haec tamen pecuniaria, ut sic dicam, via expeditissima est, eo quod pecunia & publice & privatim omnia pervadat ac penetret, & in intimos quoque penetralium recessus admittatur.

‚Und obgleich es zahlreiche und gangbare Methoden gibt, Dinge unter die Menschen zu bringen, ist doch der Weg über das Geld der leichteste. Da Münzen sowohl im öffentlichen wie auch privaten Raum alles durchdringen zu vermögen, erreichen sie so doch die innersten und entlegensten Schlupfwinkel.‘
– GRESTER, Jakob, S.J. Opera omnia de sancta cruce […]. Ingolstadt: Angermaier, 1616, S. 1795. –

Diese Worte Jakob Gresters unterstreichen die nicht erst durch die moderne Geschichts-wissenschaft erkannte Bedeutung, die numismatischen Objekten bei der Vermittlung politi-scher und religiöser Botschaften beigemessen wurde. Bei alledem hatte der Jesuit indes ein deutliches Feindbild vor Augen: Grester richtete sich vorrangig gegen die seinerzeit zirkulie-renden Münzen und Medaillen, mit denen die Reformatoren und ihre Anhänger zum An-griff auf die römische Papstkirche ansetzen. Ihnen kam zugute, dass der Aufschwung des Bildmediums der Medaille, der sich im frühen 16. Jahrhundert nördlich der Alpen anbahnte, zeitlich mit dem Aufkommen der Reformation zusammenfiel. Schon früh machten sich die zum evangelischen Glauben übergetretenen Fürsten und Stadträte das Potenzial zu Eigen, das numismatische Objekte als Träger konfessioneller Agitation und Propaganda boten.

Zu diesen Impulsen der Abgrenzung vom konfessionellen Gegner konnte indes eine Vielzahl anderer Gründe treten, die auch Gruppen jenseits des engeren Kreises kirchlicher und weltlicher Funktionäre dazu veranlasste, solche Prägungen in Auftrag zu geben. So boten offen zur Schau gestellte Reformationsmedaillen ihrem Träger die Möglichkeit, das eigene Bekenntnis plakativ nach außen zu kehren – und auf diese Weise eindrücklich die eigene Frömmigkeitskultur zu unterstreichen. In der Ausgabe kleinerer Jetons, welche ausdrücklich der Belehrung der Jugend dienen sollten, zeichnete sich demgegenüber das entstehende landesherrliche Kirchenregiment ab. Beiden Fällen war der Wunsch gemeinsam, den Gegenüber zur Nachahmung der dargestellten Inhalte anzuregen – entweder durch Betonung vorbildlicher Leistungen Einzelner oder im Aufgreifen trostspendender wie handlungsanleitender Bibelstellen.

Münzen und Medaillen und das Reformationsgedenken
Die Ausgabe von Reformationsmünzen und -medaillen orientierte sich hierbei zumeist an drei entscheidenden Ereignissen der Reformationsgeschichte. Neben der Confessio Augustana (1530) und dem Augsburger Religionsfrieden (1555) erfüllte insbesondere Luthers Thesenan-schlags in Wittenberg (1517) diese Funktion. Erstmals wurde 1617 – kurz vor dem Ausbruch des Dreißigjährigen Kriegs – ein Reformationsgedenkjahr feierlich begangen, vorgetrieben von zwei Kurfürsten, Ludwig V. von der Pfalz und Johann Georg I. von Sachsen, . Diesem Vorbild, die Reformationsjubiläen festlich zu begehen, folgten die evangelischen Fürsten und Reichsstädte.

Abb. 2: Goldmedaille der Reichsstadt Biberach auf das zweihundertjährige Reformationsju-biläum, 1717 (MK 1953-271)
In der Gestaltung der Reformationsmünzen und -medaillen spiegeln sich indes die Gren-zen und Möglichkeiten, die numismatische Objekte zur Übermittlung eigener Botschaften an sich überhaupt boten: Noch stärker als im Falle von Flugschriften und Gemälden sahen sich die Stempelschneider und Medailleure demnach mit der Notwendigkeit konfrontiert, Schrift und Bild auf engstem Raum zu konzentrieren. Der Rückgriff auf kondensierte, allegorische wie symbolträchtige Darstellungen zwingt den Betrachter frühneuzeitlicher Medaillenkunst somit – heute noch mehr als früher – zu einer ausgiebigen intellektuellen Auseinanderset-zung mit der Ikonographie des evangelischen Glaubens.

[Nicolas Schmitt]


Einführungsliteratur
BROZATUS, Klaus-Peter (Bearb.): Reformatio in Nummis. Annotierter Bestandskatalog der reformationsgeschichtlichen Münz- und Medaillensammlung der Stiftung Luthergedenkstät-ten in Sachsen-Anhalt, Bd. 1 in zwei Teilbänden, Osnabrück 2015; Bd. 2 in sechs Teilbänden, Osnabrück 2018/2019.
OHM, Matthias: Die Porträtmedaille. Ein neues Bildmedium im Reformationszeitalter, in: FRANK, Günter/WEIGEL, Maria L. (Hrsg.): Reformation und Bildnis. Bildpropaganda im Zeitalter der Glaubensstreitigkeiten (Kunst und Konfession in der Frühen Neuzeit, Bd. 3), Regensburg 2018, S. 99–112.
OHM, Matthias: Reformatio in nummis – Die Reformation in Südwestdeutschland auf Mün-zen und Medaillen, in: Geldgeschichtliche Nachrichten 49 (2014), S. 251–253.
OHM, Matthias: Reformation und Reformationsgedenken auf südwestdeutschen Münzen und Medaillen, in: RÜCKERT, Peter (Bearb.): Freiheit – Wahrheit – Evangelium. Reformation in Württemberg. Beiträge, Ostfildern 2017, S. 186–192.
SCHNELL, Hugo: Martin Luther und die Reformation auf Münzen und Medaillen, Mün-chen 1983.

[ 12 Objects ]

Medaille auf die Rückkehr Herzog Ulrichs nach Württemberg

Diese Medaille wurde 1535 geschaffen, ein Jahr, nachdem Herzog Ulrich nach Württemberg zurückgekehrt war und dort die Reformation eingeführt hatte. Auf der Rückseite der Prägung findet sich das quadrierte Wappen des Herzogtums mit Helmzier und -decken zwischen zwei liegenden Hirschen, den württembergischen Wappentieren. Die Inschrift nennt das Herstellungsjahr und einen Vers, der in mehreren Büchern der Bibel vorkommt: VERBVM DOMI(ni) MANET IN AETERNVM 1535. Dieser Satz, der die Bedeutung der heiligen Schrift besonders betont, entwickelte sich in den ersten Jahren des Reformationszeitalters zu einem Wahlspruch der Protestanten - in ausgeschriebener Form, vor allem aber als Abkürzung VDMIÆ.
[Matthias Ohm]

Medaille auf die Rückkehr Herzog Ulrichs nach Württemberg

Medaille auf die Rückkehr Herzog Ulrichs nach Württemberg

Im Jahre 1519 war Herzog Ulrich aus Württemberg vertrieben worden. Erst 1534 konnte er - mit Unterstützung des hessischen Landgrafen Philipp - in sein Herzogtum zurückkehren und führte umgehend die Reformation in Württemberg ein.
Die Vorderseite dieser Medaille, die Ulrichs Rückkehr feiert, zeigt den Herrscher im Brustbild nach links. Ulrich trägt ein fein gefälteltes Hemd, einen Pelzmantel, einen Federhut und eine Kette. Die Inschrift nennt seine Titel als Herzog von Württemberg und von Teck sowie als Graf von Mömpelgard: VON GOTTES GENADEN VLRICH HERCZOG ZV WIRT(ten)B(erg) VND ZV TEGK GRAVE ZV MVMPPELGART CZ. Die beiden letzten Buchstaben verweisen auf den Künstler, der dieses Werk schuf: auf den Medailleur Concz Welcz aus dem böhmischen Joachimstal (dem heutigen Jáchymov in Tschechien).
[Matthias Ohm]

Medaille auf die Rückkehr Herzog Ulrichs nach Württemberg

"Anti-Reformationstaler" des Grafen Anton III. von Montfort, 1730

1730 jährte sich zum 200. Mal die Übergabe der Confessio Augustana, des grundlegenden evangelischen Bekenntnisses. Als Antwort auf die vielen Jubiläumsmedaillen von protestantischer Seite gab der katholische Graf Anton III. von Montfort im Jahre 1730 eine Münze aus, den "Anti-Reformationstaler".
Auf seiner Vorderseite ist der heilige Johann von Montfort dargestellt. Die Rückseite zeigt die Aussendung des Heiligen Geistes durch Gottvater zu Maria mit der Umschrift DVRCH GOTT VNTER MARIÆ SCHVTZ WVRDT DIS GEDRVCKHT DEM FEINDT ZV TRVTZ. Die Anrufung der Maria und ihre Darstellung als Mondsichelmadonna machen deutlich, dass die Medaille dezidiert katholische Glaubensinhalte transportiert.
[Matthias Ohm]

"Anti-Reformationstaler" des Grafen Anton III. von Montfort, 1730

Medaille auf die Hochzeit Graf Georg Ernsts von Henneberg und ...

Im Jahr 1568 heirateten Graf Georg Ernst von Henneberg und Elisabeth von Württemberg, die zweite Tochter Herzog Christophs. Aus diesem Anlass wurden kleinformatige Medaillen ausgegeben. Sie zeigen auf der einen Seite einen Engel, der die Wappenschilde der beiden Brautleute hält, und auf der anderen das Porträt des Ehemanns. Die begleitende Umschrift zitiert den Titel eines Liedes, das Luther gedichtet und komponiert hatte: A(ch) G(ott) E(rhalt) V(ns) B(ei) D(einem) W(ort).
[Matthias Ohm]

Medaille auf die Hochzeit Graf Georg Ernsts von Henneberg und ...

Medaille von Wilhelm Mayer auf die Schlacht bei Lauffen, 1884

Am 13. Mai 1884 jährte sich zum 350. Mal die Schlacht von Lauffen am Neckar, in der Ulrich von Württemberg mit hessischer Hilfe sein Herzogtum zurückerobern konnte. Eine der ersten Maßnahmen Ulrichs nach dem Rückgewinn Württembergs war die Einführung der Reformation.
Die Gedenkmedaille auf die Schlacht von Lauffen aus dem Jahr 1884 zeigt auf ihrer Vorderseite ein Brustbild Martin Luthers, das vom Bibelvers DER GERECHTE WIRD SEINES GLAUBENS LEBEN (Hab 2,4 und Gal 3,11) begleitet wird. Auf der Rückseite ist Herzog Ulrich dargestellt. Das Spruchband über seinem Kopf trägt den evangelischen Wahlspruch GOTTES WORT BLEIBET IN EWIGKEIT.
[Matthias Ohm]

Medaille von Wilhelm Mayer auf die Schlacht bei Lauffen, 1884

Medaille auf die 400-Jahrfeier der Reformation, 1917

Die Prägeanstalt Mayer & Wilhelm aus Stuttgart gab 1917 eine Medaille aus, um an die 400. Wiederkehr der Reformationseinführung zu erinnern. Die Prägung zeigt auf der Vorderseite die Büste Martin Luthers nach links und auf der Rückseite den Erzengel Michael mit Schwert und Schild, der den Teufel zu seinen Füßen niedertritt. Die begleitende Inschrift lautet: Z(ur) Erinnerung a(n) d(ie) 4. Jahrhundertfeier d. Reformation 1917 - Und wenn die Welt voll Teufel wär. Dieser Text ist ein Vers aus der dritten Strophe des Kirchenlieds "Ein feste Burg", das Martin Luther selbst gedichtet hatte.
Im vierten Jahr des Ersten Weltkriegs geprägt, vermitteln die Medaille eine klare Botschaft: So wie der Erzengel Michael den Teufel bezwingt, so wird der Deutsche Michel seine Feinde im Ersten Weltkrieg überwinden.
[Matthias Ohm]

Medaille auf die 400-Jahrfeier der Reformation, 1917

Medaille auf das 100-jährige Jubiläum der Augsburger Konfession, ...

Mitten im Dreißigjährigen Krieg konnten die deutschen Protestanten das 100-jährige Jubiläum der Augsburger Konfession (Confessio Augustana) feiern. Am 25. Juni 1530 hatten evangelische Fürsten und Reichsstädte auf dem Augsburger Reichstag Kaiser Karl V. ihre grundlegende Bekenntnisschrift übergeben.
An dieses zentrale Ereignis der Reformation erinnerte Herzog Friedrich Achilles aus der württembergischen Nebenlinie Neuenstadt mit einer ovalen Silbermedaille. In die Vorderseite sind das württembergische Wappen, die Jahreszahl 1630 und die Buchstaben DIAM eingraviert. Sie stehen für Deus, in adjutorium meum (intende) - Herr, sei mein Retter, ein Vers aus dem Psalter (Ps 70,2).
Die ebenfalls eingeritzte Inschrift auf der Rückseite nennt die Titel des Herzogs und den Anlass der Prägung, gibt aber mit dem 31. Mai 1530 ein falsches Datum für die Übergabe der Augsburger Konfession an.
[Matthias Ohm]

Medaille auf das 100-jährige Jubiläum der Augsburger Konfession, ...

Medaille auf den Reformator Ambrosius Blarer, 1539

Ambrosius Blarer war Benediktinermönch im Kloster Alpirsbach im Schwarzwald, wo er in Kontakt mit den Schriften Martin Luthers kam und daraufhin das Kloster verließ. Er kehrte in seine Heimatstadt Konstanz zurück und führte dort 1525 die Reformation ein, wie auch später in den schwäbischen Reichsstädten Ulm, Esslingen am Neckar und Isny sowie ab 1534 im Herzogtum Württemberg.
Diese Medaille von 1539 zeigt ihn - wie die Inschrift auf der Vorderseiten mitteilt - im Alter von 46 Jahren. Vor seinem Gesicht sind eine Linie und ein Stern zu sehen, wohl ein Sinnbild für die Beredsamkeit Blarers.
Die Rückseite zeigt einen Schild mit einem Hahn, dem sprechenden Wappen der Familie Blarer, neben einer Schnecke. Sie ist als Symbol für friedliche Häuslichkeit zu deuten, wie die griechische Inschrift erläutert: Ein freundliches Haus ist das beste Haus. Der lateinische Text nennt einen Vers aus dem Brief des Paulus an die Epheser (5, 14): EXPERGISCERE QVI DORMIS ET ILLVCESCET TIBI - Wach auf, der du schläfst, und Christus wird dich erleuchten.
[Matthias Ohm]

Medaille auf den Reformator Ambrosius Blarer, 1539

Victor Huster, Medaille auf die Reformation in Esslingen, 2006

Um an die 475. Wiederkehr der Reformationseinführung in Esslingen zu erinnern, schuf Victor Huster eine Medaille, die in unterschiedlichen Größen und Materialien geprägt wurde. Bei diesem Exemplar handelt es sich um die große Version in Kupfer.
Die Medaille thematisiert die für die Reformation in Deutschland und in Esslingen so bedeutsamen Jahre 1517 und 1531. Vorder- und Rückseite der Prägung zeigen die Porträts von Kaiser Karl V. und Martin Luther sowie einen Adler, das Wappentier der Reichsstadt Esslingen. Auf dem Revers ist auch das Brustbild des Esslinger Reformators Ambrosius Blarer dargestellt. Die Inschrift nennt das Jahr 1531, in dem die Reformation in Esslingen eingeführt wurde.
[Matthias Ohm]

Victor Huster, Medaille auf die Reformation in Esslingen, 2006

Medaille mit den Porträts von Papst Leo X. und Martin Luther, Mitte ...

Diese Medaille vereint auf ihren beiden Seiten mit Papst Leo X. und Martin Luther die zwei der wichtigsten Kontrahenten der ersten Reformationsjahre. Das Porträt Leos X. wird von einer Inschrift begleitet, die seinen Namen und Titel nennt, das Bildnis Martin Luthers von einer Umschrift, die einen Vers aus dem Lukas-Evangelium (Lk 21,15) zitiert: OS ET SAPIE(n)CIA(m) DABO VOBIS CVI NO(n) POTER(un)T CO(n)T(ra)DICERE ZC – Mund und Weisheit will ich Euch geben, der (alle eure Gegner nicht widerstehen und) widersprechen können etc.
Die Randschrift verweist auf die Prophezeiung des böhmischen Reformators Jan Hus. Als er 1415 in Konstanz verbrannt wurde, kündigte er Martin Luther und den Beginn der Reformation ein Jahrhundert später an.
[Matthias Ohm]

Medaille mit den Porträts von Papst Leo X. und Martin Luther, Mitte ...

Medaille auf Jakob Andreae

Der Theologe Jakob Andreä übernahm während der Regierungszeit der württembergischen Herzöge Christoph und Ludwig wichtige geistliche und weltliche Ämter. Er warb intensiv, aber vergeblich um die evangelische Einheit: Auch ihm gelang es nicht, die Differenzen zwischen lutherischen und reformierten Fürsten und Theologen zu schlichten. Dagegen waren seine Bemühungen um die Einigkeit unter den Anhängern der Lehre Luthers erfolgreich. Sein „Konkordienbuch” ist eine bis heute maßgebliche Bekenntnisschrift für die Lutheraner.
Die Vorderseite der Medaille zeigt sein Brustbild in Talar von vorn und nennt seinen Namen wie seinen akademischen Titel: IACOBUS ANDRE(ae) THEOLO(giae) DOC(tor). Der gravierte Text auf der Rückseite feiert seine geistigen Leistungen: CORPORIS HIC SCVLPTA EST ANDREAE FORMA IACOBI DEPINGVNT MENTEM SCRIPTA DISERTA VIRI – Hier ist die körperliche Gestalt des Jakob Andreä wieder gegeben, ein Bild von seinem Verstand zeichnen seine gelehrten Schriften.
[Matthias Ohm]

Medaille auf Jakob Andreae

Spottmedaille auf die katholische Kirche, Mitte des 16. Jahrhunderts

In der Mitte des 16. Jahrhunderts entstanden Medaillen, mit denen die Anhänger der Reformation die Würdenträger der katholischen Kirche verspotteten. Diese Werke haben nicht nur zwei Ansichten – jeweils eine auf Vorder- und Rückseite –, sondern vier. Denn wenn diese Medaillen um 180° gedreht werden, so kommt es zu dramatischen Verwandlungen: Der Papst mit der Tiara auf dem Haupt wird zum Teufel, der Kardinal mit seinem flachen Hut wird zu einem Narren mit Eselsohren.
Die Inschriften erläutern die Darstellungen. Auf dem Avers steht: ECCLESIA PERVERSA TENET FACIEM DIABOLI – Die verkehrte Kirche zeigt ihr teuflisches Gesicht. Auf dem Revers ist zu lesen: ALIQVANDO SAPIENTES STVLTI – Irgendwann werden die Weisen dumm.
[Matthias Ohm]

Spottmedaille auf die katholische Kirche, Mitte des 16. Jahrhunderts