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Klappsonnenuhr

Die "Klappsonnenuhr" ist eine Sonnenuhr, bei der der Schattenzeiger oder Schattenwerfer (Gnomon, Polstab, Weiser) in die Ebene des Zifferblattes geklappt werden kann, um sperrige Volumina zu vermeiden. Die Gemeinsame Normdatei (GND) definiert: Es haben sich für das den Schatten werfende Objekt unterschiedliche Bezeichnungen etabliert. Meyers Konversations-Lexikon in der 6. Auflage von 1908 definiert im achten Band auf Seite 66: „Gnomon (griech., „Anzeiger“), uraltes astronomisches Instrument zur Bestimmung der Sonnenhöhe und der Zeit des Mittags (der größten Sonnenhöhe)“ und „Gnomonik, die Kunst, Sonnenuhren zu verfertigen.“ Im achtzehnten Band von 1909 auf Seite 609: „Sonnenuhr, eine Vorrichtung, welche die Zeit angibt mittels der Lage des Schattens, den ein von der Sonne beschienener, zur Weltachse paralleler Stab (Gnomon oder Weiser) auf eine in der Regel ebene Fläche, das Zifferblatt, wirft.“ Das, was mancherorts als „Polstab“ bezeichnet wird, wurde zur Zeit der Drucklegung dieses Werkes als „Gnomon“ oder „Weiser“ bezeichnet. Der Begriff „Polstab“ ist in diesem Lexikon kein Lemma und kommt als Begriff weder bei „Gnomon“ noch bei „Sonnenuhr“ vor.
Im Falle der Taschensonnenuhr dient ein Faden als Schattenwerfer. Einen Faden als "Stab" (Polstab) zu bezeichnen, kann zu Missverständnissen führen. Sie zeigt die wahre Ortszeit (auch „wahre Sonnenzeit“ genannt) an. Sie war für Reisende ab dem späten 15. Jahrhundert gedacht. Ihre Erfindung wird dem österreichischen Astronomen Georg von Peuerbach zugeschrieben. - (Wikipedia 13.12.2017)

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